Bild: Dr. Sumaya Farhad Naser (von rechts), Viola Raheb, die österreichische Journalistin Dolores Bauer (Moderatorin) , und Christine Nasser gaben dem „Nahostkonflikt“ ein menschliches Antlitz.
Die tägliche Opferbilanz im „Nahostkonflikt“ gehört beinahe zu jeder Nachrichtensendung. Palästinenserinnen erzählen vom Leben unter israelischer Besatzung.
„Palästina wird alle paar Jahre von einer Gewaltwelle überrollt, die das, was wir in der Zwischenzeit mühsam aufgebaut haben, wieder zerstört“, analysiert Viola Raheb illusionslos bei einem (von der KIZ mitveranstalteten) Vortrag in Linz. Die Verantwortliche für die evangelischen Schulen in Palästina und Jordanien konnte bereits seit einem Jahr ihr Büro nicht mehr betreten. Lediglich acht Kilometer liegen zwischen ihrem Wohnort Bethlehem und dem Arbeitsplatz in Jerusalem, die israelische Besatzung macht daraus eine unüberbrückbare Kluft. Schulkindern geht es nicht anders. Mehr als 250 Kontrollstellen der Armee legen das öffentliche und wirtschaftliche Leben beinahe lahm. Die Friedensaktivistin Dr. Sumaya Farhad Naser betonte die Wichtigkeit des Dialogs mit den friedensbereiten Israelis: „Es wird aber immer schwieriger“.